Stellen Sie sicher, dass der Abfluss das Kanalsystem nicht unnötig belastet

So verhindern Sie, dass Ihr Drainagesystem die Kanalisation überlastet und schützen gleichzeitig Ihr Zuhause vor Feuchtigkeit.
Wartung
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7 min
Ein gut geplantes und gewartetes Drainagesystem hält Ihr Haus trocken und entlastet die öffentliche Kanalisation. Erfahren Sie, wie Sie prüfen, ob Ihr Abfluss richtig angeschlossen ist, welche Wartung nötig ist und wie Sie Regenwasser umweltfreundlich vor Ort versickern lassen.
Anni Schneider
Anni
Schneider

Stellen Sie sicher, dass der Abfluss das Kanalsystem nicht unnötig belastet

So verhindern Sie, dass Ihr Drainagesystem die Kanalisation überlastet und schützen gleichzeitig Ihr Zuhause vor Feuchtigkeit.
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Ein gut geplantes und gewartetes Drainagesystem hält Ihr Haus trocken und entlastet die öffentliche Kanalisation. Erfahren Sie, wie Sie prüfen, ob Ihr Abfluss richtig angeschlossen ist, welche Wartung nötig ist und wie Sie Regenwasser umweltfreundlich vor Ort versickern lassen.
Anni Schneider
Anni
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Ein funktionierendes Drainagesystem rund ums Haus ist entscheidend, um Feuchtigkeit vom Fundament fernzuhalten und Bauschäden zu vermeiden. Doch wenn das Drainagewasser direkt in die Kanalisation geleitet wird, kann das zu Problemen führen – sowohl für die Umwelt als auch für das öffentliche Abwassersystem. Angesichts zunehmender Starkregenereignisse ist es wichtiger denn je, sicherzustellen, dass die Entwässerung effizient arbeitet, ohne die Kanalisation unnötig zu belasten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr System überprüfen, instand halten und optimieren können.

Warum Drainagewasser zur Belastung werden kann

Drainagen sollen überschüssiges Wasser vom Haus ableiten. In vielen älteren Gebäuden sind diese Systeme jedoch direkt an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen. Dadurch gelangt Regen- und Drainagewasser zusammen mit Abwasser in die Kläranlage. Bei starkem Regen kann das zu einer Überlastung führen – mit Folgen wie Rückstau in Kellern, Überflutungen auf Straßen und einer unnötigen Belastung der Klärwerke.

Heute wird empfohlen, Regen- und Drainagewasser getrennt vom Schmutzwasser zu behandeln. Das kann durch Versickerung auf dem eigenen Grundstück oder durch Anschluss an ein separates Regenwassersystem erfolgen. So wird das Risiko von Überflutungen verringert und gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Prüfen Sie, wie Ihr Drainagesystem angeschlossen ist

Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, wie Ihr Drainagesystem angeschlossen ist. Viele Hausbesitzer wissen das gar nicht genau. Informationen dazu finden Sie häufig in den Bauunterlagen oder können sie bei Ihrer Kommune oder dem zuständigen Abwasserbetrieb erfragen.

Ist die Drainage an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen, kann es sinnvoll sein, einen Fachbetrieb für Tief- oder Kanalbau zu beauftragen, um eine alternative Lösung zu prüfen. In vielen Fällen lässt sich das Wasser in eine Rigole (eine unterirdische Versickerungsanlage) oder in ein Regenrückhaltebecken leiten.

Regelmäßige Wartung der Drainage

Damit die Drainage dauerhaft funktioniert, ist regelmäßige Wartung unerlässlich. Mit der Zeit können sich Rohre durch Erde, Wurzeln oder Ablagerungen zusetzen, was den Wasserabfluss behindert.

  • Reinigen Sie Kontrollschächte mindestens einmal jährlich, besonders nach Herbst und Winter.
  • Überprüfen Sie den Ablauf – steht das Wasser im Schacht, kann das auf eine Verstopfung hinweisen.
  • Achten Sie auf Feuchtigkeit im Keller – dunkle Flecken oder muffiger Geruch sind Warnsignale.
  • Lassen Sie die Leitungen regelmäßig mit einer Kamera inspizieren, insbesondere bei älteren Häusern oder bei wiederkehrenden Feuchtigkeitsproblemen.

Ein gut gewartetes System kann Jahrzehnte halten, wenn es regelmäßig überprüft und instand gehalten wird.

Regenwasser vor Ort versickern lassen

Die sogenannte dezentrale Regenwasserbewirtschaftung oder Regenwasserversickerung wird in Deutschland zunehmend gefördert. Ziel ist es, Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu halten, statt es in die Kanalisation einzuleiten. Das kann auf verschiedene Weise geschehen:

  • Rigolen – unterirdische Kies- oder Kunststoffspeicher, in denen das Wasser langsam versickert.
  • Mulden oder Regengärten – bepflanzte Vertiefungen, die Regenwasser aufnehmen und filtern.
  • Versickerungsfähige Pflasterungen – Beläge, die Wasser durchlassen, anstatt es abzuleiten.

Diese Maßnahmen entlasten die Kanalisation, fördern die Grundwasserneubildung und können das Mikroklima im Garten verbessern. In vielen Städten und Gemeinden gibt es zudem finanzielle Anreize oder eine Reduzierung der Niederschlagswassergebühr, wenn Regenwasser vom Kanalnetz abgekoppelt wird.

Bei Sanierung oder Neubau: gleich richtig planen

Wenn Sie Ihr Haus sanieren oder neu bauen, sollten Sie die Entwässerung von Anfang an sorgfältig planen. In vielen Bundesländern schreiben Bauordnungen bereits vor, dass Regenwasser möglichst auf dem Grundstück versickert oder zurückgehalten werden muss. Eine fachgerechte Trennung von Schmutz- und Regenwasser spart langfristig Kosten und schützt Gebäude und Umwelt.

Lassen Sie sich von einem Fachingenieur oder einem zertifizierten Kanalbauer beraten, um eine Lösung zu finden, die den örtlichen Vorschriften entspricht und gleichzeitig nachhaltig ist.

Ein gut funktionierendes System schützt Haus und Umwelt

Ein intaktes Drainagesystem schützt Ihr Haus vor Feuchtigkeit und Bauschäden – und trägt gleichzeitig dazu bei, das öffentliche Kanalsystem zu entlasten. Wer dafür sorgt, dass Regen- und Drainagewasser nicht unnötig in die Kanalisation gelangt, hilft mit, Überflutungen zu vermeiden, Energie in Kläranlagen zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Oft sind keine großen Investitionen nötig – entscheidend ist, das eigene System zu kennen, es regelmäßig zu warten und bei Umbauten oder Sanierungen auf zukunftsfähige Lösungen zu setzen.

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